• Hl. Dreifaltigkeit

    mit St.Maria Rosenkranz

Grundstückskauf 1908

Die Seelzer katholische Gemeinde gehörte ab 1902 zu der in diesem Jahr erbauten Bennokirche in Linden. Da zu dieser Zeit der Zustrom von katholischen Gläubigen nach Seelze und Umgebung zunahm, entschloss sich die Bennogemeinde schon 1908 zum Kauf eines Grundstücks von 6.000 qm in Seelze, um dort später eine Kirche zu bauen. Verkäufer war der österreichische Architekt Josef Maresch, der u.a. die chemische Fabrik in Seelze erbaut hatte.

Kirchbau 1913

Nach einem Beschluss 1912 wurde die Kirche 1913 innerhalb weniger Monate erbaut. (Sie war allerdings auch wesentlich kleiner als heute.) Die Finanzierung war schwierig, und Pastor Becker (St. Benno) und der Bonifatiusverein schrieben unzählige Bettelbriefe, um Geld zum Schuldenabbau zu bekommen.

Die erste Innenausmalung im Geschmack der Zeit (1927).

Der Weltkrieg 1914/18 und die nachfolgende Inflation waren auch für die Kirchengemeinde schwere Zeiten. Das schlichte Bauwerk bekam 1927, als es wirtschaftlich wieder ein wenig bergauf ging, eine Innenausmalung, elektrisches Licht, eine Heizung und vermutlich auch die erste Glocke.

 

Zerstörungen im 2. Weltkrieg

So sah die Kirche Hl. Dreifaltigkeit um 1940 aus.

1940 konnte die erste Orgel eingebaut werden, die jedoch schon wenige Jahre später durch Bombentreffer zerstört wurde – wie auch das Kirchendach und die Fenster.

Weitgehend durch Selbsthilfe von Gemeindegliedern wurde repariert so gut es ging. 1947 erhielt die Kirche zwei Stahlglocken aus Bockenem, die auf dem Kirchboden aufgehängt wurden. Sie ersetzten die erste kleine Glocke, die durch die Bombenabwürfe beschädigt war. 1948 folgten ein Taufbecken und eine „Notorgel“.

 

 

 


Um- und Anbau

Richtfest für den Anbau an die Kirche im Oktober 1969

1969, die Kirche war längst zu klein geworden für die vor allem durch Flüchtlinge und Vertriebene groß gewordene Gemeinde, begann der Um- und Erweiterungsbau der Kirche. Die beiden Glocken wurden aus Sicherheitsgründen in einem niedrigen Glockenschuppen angebracht. Die völlig neu gestaltete Kirche erhielt 1983 eine würdige Orgel, die bis 1996 noch erweitert wurde.

1995/96 gelang der Bau eines Glockenturms, verbunden mit der Umgestaltung des Eingangsbereichs, und 2001 wurde die Innengestaltung durch den Künstler Gerd Winner erneuert.

Drei neue "alte" Glocken

2017 wurden Risse in einer der beiden Stahlglocken festgestellt was zu einem Fehlklang führte. 2018 konnten für den symbolischen Betrag von 1 Euro drei Bronzeglocken aus der mittlerweile aufgegebenen Kirche St. Konrad in der List übernommen werden. Die größte und schwerste der drei Glocken, die Josephsglocke, wiegt 640 Kilogramm und wurde bereits im Jahr 1936 gegossen. Sie erklingt in einem tiefen Gis. Die Hedwigs- und die Bonifatiusglocke stammen aus dem Jahr 1984 und schlagen in H und Cis.

Auch wenn die Glocken selbst ein Glücksfall - und finanziell keine Belastung- darstellten, musste vor der Aufhängung des neuen dreistimmigen Geläuts u.a., der Glockenstuhl erneuert und andere Anpassungen vorgenommen werden, was in seiner Gesamtheit erhebliche Kosten verursacht hat.

 

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