• Hl. Dreifaltigkeit

    mit St.Maria Rosenkranz

Die Kirche in Seelze vor der Reformation

Die Gründung der Seelzer Pfarre fand wahrscheinlich im 11. Jahrhundert statt (genaue Angaben sind nicht überliefert), die erste Kirche mag um 1200 am Standort der heutigen Martinskirche gebaut worden sein.

Das Kirchspiel Seelze gehörte zum Archidiakonat Wunstorf im Bistum Minden, welches um 804 gegründet worden war.

Zum Kirchspiel gehörten wohl damals schon die sechs Dörfer Letter, Döteberg, Almhorst, Lohnde, Harenberg und Gümmer.

In Harenberg und Gümmer dürften schon im Mittelalter kleine Kapellen gestanden haben.

  Die mittelalterliche Seelzer Kirche, Südseite, Zustand 1746.

 
Die Pfarrer bis zur Reformation

1248 wird zum ersten Mal ein Seelzer Pfarrer Reinhard urkundlich erwähnt. Dieser war auch Mitglied des Domkapitels zu Minden und des bischöflichen Stuhls. Nach ihm sind uns aus alten Urkunden nur noch drei Pfarrer namentlich bekannt, die hier bis zur Reformation amtierten: Berthold von (d.h. aus) Godenstedt wird 1358 und 1367 erwähnt, 1476 wird ein Diderik
(Dietrich) genannt, und 1538 taucht der Name Berend Rodenwold aus dem Dunkel auf. Unter Herzogin Elisabeth von Calenberg wurde 1542/43 das Kirchenwesen im Fürstentum lutherisch reformiert. Berend Rodenwold (Rodewald), der letzte katholische Pfarrer, blieb danach noch 20 Jahre als Lutheraner im Amt.

Zaghafter Neubeginn im 17. Jahrhundert

Ab 1665 war unter dem 1651 zum katholischen Glauben konvertierten Herzog Johann Friedrich (1625–1679) wieder katholisches Leben in Calenberg möglich. Doch erst 1718, unter Kurfürst Georg Ludwig, konnte die Clemenskirche in der hannoverschen Neustadt geweiht werden.Sie bildete noch 1885 den Mittelpunkt eines einzigen riesigen Pfarrbezirks, der den Regierungsbezirk Hannover (11 Landkreise und die Stadt Hannover) mit gut 23.000 katholischen Gläubigen umfasste.

St. Godehard Linden nach einer Ansichtskarte 1902
St. Godehard Linden nach einer Ansichtskarte 1902

Das ganze Gebiet gehörte zum 1824 neu zugeschnittenen Bistum Hildesheim (das alte Bistum Minden gab es seit 1648 nicht mehr).

1873 erhielt Linden, ein von starker, auch katholischer, Zuwanderung geprägtes Industriedorf, das 1885 „unsere“ Kreisstadt wurde, eine katholische Gemeinde. Die Kirche St. Godehard wurde 1874 geweiht und 1891 zur Pfarrkirche erhoben. Im gesamten Landkreis Linden, zu dem Seelze gehörte, lebten jedoch zu der Zeit nur 515 Katholiken. 1895 – Seelze hatte ca.650 Einwohner – lebte hier nur ein Katholik.

 

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